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jfaland

Geschlecht: 
Alter: 67
Anmeldungsdatum: 11.03.2009
Beiträge: 1
Wohnort: Bremerhaven

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Verfasst am:
11.03.2009, 12:13 Modernes Fliegenfischen |
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Sind die modernen Methoden des Fliegenfischens überhaupt noch "Fliegenfischen"?
Für viele der Fliegenfischer gehört zum Fliegenfischen eigentlich unverzichtbar dazu, eine Fliege, egal ob naß oder trocken, mittels eines Schnurgewichtes möglichst dahin zu werfen, wo ein Fisch steht. Wobei das Werfen der sicher eleganteste Bestandteil dieser Tätigkeit ist.
Viele der modernen Techniken könnte man heute ohne Fliegenrute, ohne Fliegenschnur, sogar ohne Fliege anwenden. Wenn man sich die metallenen Erzeugnisse ansieht, mit denen z. T. heute die Franzosen und Belgier "fliegenfischen" und die Versuche der Amerikaner, mit Plastikimitationen an einer Flugschnur und mittels einer Fliegenrute zu fischen, dann kann man annehmen, daß sehr viele dieser "modernen" Techniken beim Fliegenfischen gar nichts mehr mit Fliegenfischen zu tun haben.
Ich möchte beim Fliegenfischen eben "fliegenfischen". Sonst wende ich einige der herkömmlichen anderen Angelmethoden an. Ohne Fliegenrute. Auch werden immer noch z.B. die meisten Lachse mit Würmern gefangen. Trotzdem gibt es einige Puristen, die es weiterhin mit der Fliege versuchen. Trotz geringerer Erfolgsaussichten. Eben, weil sie "Fliegenfischen" wollen.
Und wie ist Ihre Meinung?
_________________ Wenn Du für eine Stunde glücklich sein willst, betrinke Dich. Wenn Du für drei Tage glücklich sein willst, heirate. Wenn Du Dein ganzes Leben glücklich sein willst, werde Angler!
(Chinesisches Sprichwort)
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DryFlyFisher

Geschlecht: 
Alter: 21
Anmeldungsdatum: 31.12.2008
Beiträge: 82

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Verfasst am:
11.03.2009, 19:13 (Kein Titel) |
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Hi,
Die Grenzen sind fließend. Prinzipiell muss jeder für sich entscheiden, was Fliegenfischen ist, und was er dabei ausüben möchte.
An erster Stelle sollte der Waidgerechte Umgang mit dem Fisch stehen, und dem ist das wohl ziemlich egal, ob das, was da in seinem Maul hängt aus Blech mit einem Einzelhaken ohne Widerhaken ist, oder aus Federn und Haaren.
Erlaubt ist, was Spaß macht, mit der Einschränkung der Waidgerechtigkeit, soweit meine Position.
Schwierig wird es, dass ganze in Gewässervorschriften fest zu halten, zwingende Kriterien sind mMn aber folgende:
- Fliegengerät bestehend aus Fliegenrute, Fliegenrolle, Flugschnur
- Gebundene "Fliegen" als Köder (Also nur ne Blechplatte aufn Haken is' nich, Epoxyfischchen sind mMn gebundene Fische, auch wenn da wieder andere dagegen wetter, Grenzbeispiele finden sich sicher reichlich)
- Geworfen wird mit den üblichen Techniken nach dem Prinzip, dass die Schnur den Köder transportiert (das Czech Nymphing schließe ich hier mal aus, da aufgrund der kurzen Distanz kein wirklicher Wurf zum Einsatz kommen kann und Fliegenfischen erst ab einer gewissen Distanz zu definieren widerstrebt jeglicher Logik!!)
Wie sehen das die anderen hier?
Grüße
Fabian
_________________ Grüße
Fabian
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Petrijünger

Geschlecht: 
Alter: 18
Anmeldungsdatum: 31.12.2008
Beiträge: 113
Wohnort: Fulda

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Verfasst am:
12.03.2009, 19:29 (Kein Titel) |
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Hallo zusammen,
Ich fische mit fast allen mir leicht zugänglichen methoden,
auf alles was Flossen hat:
egal ob Posenfischen, Grundfischen, Fliegenfischen, ob auf Raub- oder Friedfisch,
in den OSterferien gehe ich zum ersten Mal Brandungsfischen, aber zurück zum Thema..
Ich denke, dass jeder selbst wissen sollte, wie er fischt und auf was er fischt, allerdings sehe ich es genauso wie du Fabian: Der Waidgerecht Umgang mit dem Tier ist wichtig
Aber als Fliegenfischen kenne ich, aus Haaren, Federn, Fasern, etc. auf Haken gebundene "Dinger" (Trocken, Nassfliege, Nymphe und Streamer)...
Von diesen Plastiktierchen halte ich nicht sonderlich viel, zumindest würde ich nicht einen solchen Köder an die Fliegenrute hängen...
Dann kann man auch mit einer Posen- oder Grundrute fischen und diese Plastiktierchen dran hängen...
Oder wie sieht der Rest das??
Lg
Claudius
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Doubletaper

Geschlecht: 
Alter: 67
Anmeldungsdatum: 02.01.2009
Beiträge: 5
Wohnort: 47495 Rheinberg

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Verfasst am:
09.07.2010, 21:36 (Kein Titel) |
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Moinsen!
Wie Fabian schon schrieb: die Grenzen sind fließend. Das sagt eigentlich alles u. ich glaube, daß wir in der nahen Zukunft noch oftmals Köder an den Fliegenruten sehen, die mit Fliegen nicht mehr viel zu tun haben.
Als das Flifi in England vor ca. 150 Jahren erfunden wurde, war bei den Gentlemen der englischen Clubs alles verpönt, was nicht "dryfly only" war. Das hat sich weltweit geändert u. ich möchte sagen, glücklicherweise. Wieviele tolle Drills hätten die Fliegenfischer nicht erlebt, wenn sie nicht irgendwann auf Streamer, Nymphen u. ähnliche Kreationen gekommen wären. Nur allein mit der Trockenfliege zu fischen, ist zwar auch für mich die absolute Krönung, aber den Erfolg hat man oft mit anderen Ködern. Ein sehr gutes Beispiel ist die Brotfliege. Ich persönlich binde sie aus Autoschwamm, aber es gibt noch etliche andere Methoden. Einen Karpfen (natürlich mit dem richtigen Gerät) an der Fliegenrute zu drillen, ist ein unvergeßliches Erlebnis. Eine Barbe an einem stark beschwerten Bachflohkrebs, ebenfalls. Ist nicht jedermanns Sache, aber man fängt Fische u. zwar an der Fliegenrute. Das allein ist doch eigentlich das Entscheidende. Die Puristen in unseren Reihen kann ich zwar vollauf verstehen, aber wer nur und ausschließlich mit der Trockenfliege fischt, bringt sich selbst um eine Vielzahl köstlicher Drillerlebnisse. Unser Sport (oder besser: unsere Lebenseinstellung) wird nicht schlechter dadurch, daß wir an der Fliegenrute das anbieten, was gerade besser geht. Selbst in England, dem Mutterland des Fliegenfischens, ist man schon lange darauf gekommen. Die Eleganz des gekonnten Wurfes leidet nicht, wenn man statt einer Adams eine Brotfliege wirft, mit der man auch Döbel, größere Weißfische u. sogar Salmoniden fangen kann. Mag ja sein, daß ich nicht richtig liege, aber das ist meine Meinung.
Gruß
Eberhard (Doubletaper)
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